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Informationen zur Corona-Sonderausstellung

Die Sonderausstellung “Plötzlich ist alles anders. Vom Umgang mit äußeren und inneren Grenzen in besonderen Zeiten” findet statt.
Verlängert wird die Ausstellung vom 06.12. bis zum 10.01.2021.
 

„Plötzlich ist alles anders!“

Eine Ausstellung im Kunstförderverein Bildende Kunst Schöningen e.V

Der Lockdown im März ließ viele Träume platzen; u.a. musste eine lange geplante dreimonatige Reise nach wenigen Tagen abgebrochen werden. 

Aber dem König scheint der Zustand zugefallen. Hat er doch endlich Zeit, ausgiebig zu baden- merkt noch nicht einmal, dass seine Krone verrutscht ist- und er hat Zeit, mit der Nixe zu flirten! So könnte ein Kunstwerk gedeutet werden.

Der Reihe nach: Schon im März hatte die Vorsitzende des Vereins die Idee, in den Galerieräumen eine Ausstellung auszurichten für kreatives Schaffen in der Corona Zeit. Gemeinsam wurde im Vorstand das Motto entwickelt: „Plötzlich ist alles anders! Vom Umgang mit äußeren und inneren Grenzen in besonderen Zeiten!“

Wir waren gespannt, zu erfahren, ob und wie Menschen diese Zeit künstlerisch nutzen können. Wird Kreativität freigesetzt oder blockiert der Nichtaustausch mit anderen das künstlerische Tun? Wie wird damit umgegangen, dass Strukturen wegbrechen, dass andere Freiräume entstehen?

 Schnell waren die Bedingungen festgelegt. Die Ausstellung sollte offen sein für etablierte KünstlerInnen und für alle an Kunst Interessierten. Ob Malerei, Fotografie, Collagen, Skulpturen etc. wurde den Kunstschaffenden freigestellt So sollte eine große Vielfalt der Kunstwerke ermöglicht werden. Das war die Vision! 

Zwischendurch gab es Zweifel, ob die vier Räume der Galerie tatsächlich gefüllt werden können. Auch konnte lange der Termin der Ausstellung nicht festgelegt werden. So mussten ja die bereits geplanten Ausstellungen ausgerichtet werden und es war ungewiss, ob Ausstellungen überhaupt stattfinden können. Zu diesem Zeitpunkt war die zweite Ausstellung in diesem Jahr abgesagt.

Aber: Bis Ende Oktober wurden über 100 Werke von nahezu 40 Personen eingereicht! Mit dabei waren Exponate von KünstlerInnen, die schon mal in unserem Verein ausgestellt hatten oder ausstellen werden, sowie Werke von SchülerInnen, von Personen, die durch die Presse von der Ausstellung erfahren hatten. Die Braunschweiger Zeitung, die regelmäßig über die Aktivitäten des Kunstfördervereins berichtet, hatte die Idee der Ausstellung unterstützt; ein Artikel war gleich im März erschienen, der andere im September. 

Der Vorstand beschloss, die Sonderausstellung vom 6.12. bis 22.12.2020 durchzuführen. Gleich in der Woche nach der letzten geplanten Ausstellung am 29.11.20 sollte mit dem Aufbau begonnen werden. Da die Zeit sehr knapp war, wurde in der Vorstandssitzung Ende Oktober schon einmal eine Sichtung der eingereichten Kunstwerke vorgenommen. Anschließend mussten die Räume wieder freigeräumt werden für die letzte vorgesehene Ausstellung.

Aber dann stand fest: Im November können Galerien nicht öffnen.

Was machen wir mit unserer Sonderausstellung? Abwarten, wie sich die Bedingungen entwickeln? Wir beschlossen im Vorstand, die Werke aufzubauen. Entweder können wir am 6.12. eine Vernissage durchführen oder wir veröffentlichen einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung auf unserem youtube channel: Kunstförderverein Schöningen. Mit viel Engagement gingen wir an die Arbeit. 

Jetzt hängen neben dem König und der Nixe sechs Monotypien, die das Bedrückende, das Einengende des Lockdowns darstellen. Davor in einer Vitrine sind kreative, lustige, verrückte, freche Masken zu sehen. Auf der Fotografie einer Wand, an der der Putz abbröckelt, ist nur noch das Wort ICH zu lesen. Gleich daneben zeigt die Collage einer Schülerin, was trotz Corona möglich ist. 

In dieser Vielfalt ging es weiter und Raum für Raum wuchs die Ausstellung. Kurzfristig kamen noch Bilder hinzu, z.B. von dem Künstler, dessen Ausstellung abgesagt werden musste. (Sein Name konnte auf dem Einladungsflyer leider nicht mehrt berücksichtigt werden; der Druck war schon fertig.). In jedem der vier Räume ist ein Spannungsbogen entstanden von positiven Gedanken an bessere Zeiten – z.B. in blühenden Gärten – bis zu Gefühlen von Enge, von Isolation, die durch Skulpturen und auf Zeichnungen dargestellt werden. Im letzten Raum wird durch eine Installation erfahrbar, was 1,50 Meter Abstand bedeuten.

Die Zusammenstellung der so unterschiedlichen Exponate war selbst eine sehr kreative Tätigkeit und zur Überraschung der beteiligten Vorstandsmitglieder nicht so schwierig wie befürchtet.

Wir hoffen sehr, dass viele Gäste diese Ausstellung sehen können. Deshalb wird mit Einverständnis der Kunstschaffenden bis zum 10.1.2021 dazu Gelegenheit sein, vorausgesetzt, die Situation erlaubt dies. 

In diesem Jahr hat Corona wie überall die Planungen durcheinandergebracht. So musste nach der Ausstellung im April auch die letzte der fünf Ausstellungen abgesagt werden. Vorgesehen ist, beide Ausstellungen im nächsten Jahr zu zeigen.

Jetzt freuen wir uns vom 6.12.2020 bis zum 10.01.2021 auf viele BesucherInnen unserer Sonderausstellung real in der Galerie Brauhof 12 in Schöningen und/ oder auf dem youtube Kanal.

Silvia Thoma
1. Vorsitzende

Hier können Sie die Liste der Künstler*Innen zur Sonderausstellung einsehen:

Die meisten Werke sind unverkäuflich, es gibt aber auch Bilder, die erworben werden können. Wer Interesse hat, schreibt bitte eine Mail an : info@schoeninger-kunstverein.de. Wir werden dann den Kontakt zu den Kunstschaffenden herstellen.

Aus der Braunschweiger Zeitung

Aus der Braunschweiger Zeitung

Aus der Braunschweiger Zeitung vom Freitag, 02.10.2020

Das vorgesehene Programm für 2021

Claudia Hauptmann

31.01. – 21.02.2021 – FINDET NICHT STATT

Malerei

Frau Hauptmann greift psychologische und sozialkritische Themen auf, die sie in einem realitätsbezogenen, gegenständlichen Stil malt. Sie ist dem Schöninger Publikum durch eine frühere Ausstellung im Kunstförderverein bekannt. Außerdem hat sie das ehemalige Jagdzimmer im Elmhaus mit zeitgenössischen Motiven ausgestaltet. Sie lebt in Berlin.

Hannah und Klaus Kohn

11.04. – 02.05.2021

Malerei und Fotografie

In einer Doppelausstellung werden abstrakte Malereien der Tochter und Fotografien von Klaus Kohn zu sehen sein. Seine Motive sind häufig Portraits und Akte. Für die Ausstellung im Kunstförderverein plant Herr Kohn eine Fotoserie über Schöningen. Hannah Kohn lebt in Leipzig, Klaus Kohn in Braunschweig.

Barbara und Joachim Hoeft

13.06. – 04.07.2021

Sandsteinskulpturen, Malerei, Fotografie

Frau Hoefts Skulpturen zeigen klare, abstrakte, geometrische Formen. Es entstehen archaische und gleichwohl harmonische Kunstwerke. Herr Hoeft ist an moderner Architektur mit ihren klaren Linien und der Reduzierung auf das Wesentliche interessiert. Dies macht er mit seinen Fotografien sichtbar. Die Bildwirkung steigert Herr Hoeft durch anschließende Bearbeitung am Computer.

Barbara und Joachim Hoeft leben in Haldensleben. Ihre Ausstellung musste 2020 abgesagt werden.

Conny Luley

05.09.-26.09.2021

Malerei

Frau Luley lebt und arbeitet in Stuttgart. Naturmotive, Landschaften, Wolken- und Himmelsbilder stehen im Mittelpunkt ihrer Malerei, die nahezu abstrakt ist. Die Farbpalette besteht vorwiegend aus eher pastelligen Tönen mit wenigen kräftigen Farben.

Dirk Wink-Hartmann 

03.10.-24.10.2021

Ölmalerei

Die Darstellung von Menschen in nahezu fotografisch genauer Malweise steht im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit von Dirk Wink-Hartmann. Mit der Kamera oder im Internet findet er seine Motive, die er dann auf Leinwand, Holz oder Papier vorwiegend mit Öl zu seinen einzigartigen Werken umsetzt Er lebt und arbeitet in Braunschweig. Seine Ausstellung musste auch 2020 abgesagt werden.

Nora Schuhmann und Vincent Thoss

07.11.-28.11.2021

Monotypien, Malerei, Skulpturen 

Für eine weitere Doppelausstellung haben Frau Schuhmann und Herr Thoss aus Braunschweig passend für alle Galerieräume ein Ausstellungskonzept entwickelt. Die Künstlerin Frau Schuhmann wird vorwiegend Monotypien präsentieren; Herr Thoss Malerei und Skulpturen.

Der Kunstverein und seine Werte

von Shereen Adam (Schöninger Sängerin)

Ich hebe meine Faust
für das Land, in dem wir leben,
in dem einige Menschen mich nicht haben wollen und das trotzdem meine Heimat ist.

Für wahre Einigkeit, für Recht und Freiheit für jeden von uns.
Für Gleichheit und für Respekt allen Menschen gegenüber.

Ich bin eine Schwarze Frau und ich bin deutsch.
Ich stehe im Auftrag der Bundesregierung hier im Auswärtigen Amt in Berlin und singe unsere Nationalhymne.
Gegen Rassismus und jede Form von Diskriminierung!

Für wahre Einigkeit, für bedingungslos gleiche Rechte und für Freiheit.
Für meine Brüder und Schwestern.
Für dich.
Und für mich.
Dafür hebe ich meine Faust.